Bereits im Juli 2005 ist das erste Projekt mit dem Titel „Gender Mainstreaming im ESF in Baden-Württemberg: Geschlechterdifferenzierende Arbeitsmarktanalyse in ausgewählten Modellregionen“ (Erstprojekt) angelaufen. Auf Anregung der Fondsverwaltung ist seit 2007 der Untersuchungs- und Analysebereich auf alle 44 Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs erweitert worden.
Bei der Auswahl der Modellregionen hat sich die Auswahl u.a. aus dem Angebot bzw. dem Engagement der Arbeitskreise ergeben. Daneben war es wichtig, dass

  1. nicht nur städtische bzw. nur ländliche Regionen zur Auswahl standen und
  2. nicht nur der Norden bzw. nicht nur der Süden Baden-Württembergs vertreten sein sollten.

Von Beginn des Projektes an, waren die ESF-Arbeitskreise Karlsruhe und Mannheim beteiligt, Ravensburg folgte kurze Zeit später. Die Geschäftsführung des ESF-Arbeitskreises Heidelberg beteiligte sich an Abstimmungs- und Austauschprozessen zwischen dem ifm (Universität Mannheim), der proInnovation GmbH und den ausgewählten Modellarbeitskreisen.

Da bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming in der ESF-Förderung vielfach ein Mangel an aussagekräftigen nach Geschlecht differenzierten Daten zur Struktur und Beschaffenheit des Arbeitsmarktes besteht, hatte das Erstprojekt zum Ziel, exemplarische Arbeitsmarktanalysen in ausgewählten Regionen Baden-Württembergs unter systematischer Berücksichtigung der geschlechterspezifischen Strukturen und zur Unterstützung der Konzeption von ESF- Ziel 3-Maßnahmen durchzuführen. Die Modellarbeitskreise sollten langfristig in die Lage versetzt werden, selbständig geschlechterdifferenzierte Daten zu beschaffen, zu interpretieren und unter Berücksichtigung der Daten konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Sehr schnell wurde aber deutlich, dass innerhalb der Arbeitskreise keine Personalressourcen zur Verfügung stehen, die diese Arbeit leisten könnten. Die Zusammenarbeit zwischen ifm (Universität Mannheim), proInnovation GmbH und den Modellarbeitskreisen erleichterte den Transfer zwischen Theorie und Praxis maßgeblich und es wurde eine intensivere Betreuung vereinbart. Daraufhin wurde vom ifm (Universität Mannheim) eine nach Geschlecht differenzierte Stärken- und Schwächen-Analyse der Arbeitsmärkte in den Modellregionen erstellt. Schließlich wurden in Kooperation mit der proInnovation GmbH die interpretierten Ergebnisse in den Modellarbeitskreisen Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg und Ravensburg präsentiert. Für den Modellarbeitskreis Ravensburg wurden darüber hinaus Empfehlungen für die Entwicklung einer Arbeitskreisstrategie vorgestellt.