In dieser Förderperiode wird der Gleichstellung von Frauen und Männern ein erhöhter Stellenwert zukommen. Dies ergibt sich aus den gleichstellungspolitischen Zielen in der Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer, deren Inhalte den Rahmen für die neue Förderperiode im ESF bilden. Seit 1997 (Vertrag von Amsterdam) sind die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und die Beseitigung von Geschlechterungleichheiten in Artikel 2 und 3 des EG-Vertrages fest verankert. Darüber hinaus wurde auf dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs in Lissabon (2002) ein besonderer Schwerpunkt auf die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt gelegt und eine Frauenbeschäftigungsquote von 60% bis 2010 vorgegeben . Der „Fahrplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2006-2010“ legt sechs Schwerpunkte für EU-Maßnahmen fest: gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und Männern; Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben; ausgewogene Repräsentanz in Entscheidungsprozessen; Beseitigung aller Formen geschlechtsbezogener Gewalt; Beseitigung von Geschlechterstereotypen; Förderung der Gleichstellung in Außen- und Entwicklungspolitik (EU KOM 2006)

Von rechtlichen Verpflichtungen einmal abgesehen, ist die Gleichstellung von Frauen und Männern auch aus anderen Gründen entscheidend: Mit Blick auf die Herausforderungen des demographischen Wandels und auf den in vielen Bereichen erkennbaren Fachkräftemangel ist es nicht nur aus gesellschaftlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht dringend erforderlich, alle auf dem Arbeitsmarkt vorhandenen Ressourcen optimal auszuschöpfen. Dies wird nur dann gelingen, wenn auch die Geschlechterungleichheiten am Arbeitsmarkt systematisch angegangen und durch entsprechende Maßnahmen behoben werden.









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